Test: Anker PowerCore+ mini

Anker Powercore+ Mini - Verpackung
Anker Powercore+ Mini - Verpackungsinhalt
Anker Powercore+ Mini - Anschlüsse
Anker Powercore+ Mini - Seitenansicht
Anker Powercore+ Mini - Unterseite

Übersicht Testergebnisse

Anker PowerCore+ mini
Kapazität entnehmbar [intern lt. Hersteller] 2050 mAh [3350 mAh]
Energiemenge gemessen [lt. Hersteller] 10,1 Wh [12,06 Wh]
Wirkungsgrad 61%
max Inputstrom gemessen [lt. Hersteller] 0,9 A [1 A]
max Outputstrom gemessen [lt. Hersteller] 1,15 A [1 A]
Ladezeit 100%/80% 3:50 / 2:45
Ladezustandsanzeige 3-Stufig (20%/50%)
Autostart/Auto-Off nein / 60 s
Zubehör im Lieferumfang Micro-USB-Kabel 55cm, Hülle, Anleitung
Gewicht 82 g
Abmesungen 95 × 23 mm
Gehäusematerial Aluminium

Kaufen bei:

+ sehr kompakte Powerbank, die man immer dabei haben kann
+ Kapazität für eine Powerbank dieser Größe relativ hoch
eher niedriger Lade/Entlade-Wirkungsgrad
Schalter etwas schwer erreichbar da vorn direkt neben dem Kabel
Restkapazitätsanzeige 3-stufig aber wenig intuitiv

Fazit: kleine Schwächen, aber prinzipiell empfehlenswert

Kurzbeschreibung

Der Anker PowerCore+ mini ist eine Powerbank bzw. ein externer Akku, mit dem sich andere Geräte über USB laden lassen. Die PowerCore mini gehört dabei zu den kleineren Exemplaren. Sie ist sehr klein und kompakt und lässt sich daher optimal nutzen, wenn man sie sehr oft dabei haben wil, z.B. in der Jackentasche oder Handtasche. Natürlich ist damit die Kapazität nicht übermäßig groß. Typische Smartphone-Akkus lassen sich damit ca. einmal laden. Für größere Geräte wie Tablets ist die Anker PowerCore+ mini eher nicht geeignet.

Lieferumfang

Im Lieferumfang befindet sich neben der Powerbank selbst noch ein USB-Kabel (USB-A auf Micro-USB, Länge ca. 55 cm) und eine kleine Hülle, sowie eine Kurzanleitung. Ein Ladegerät befindet sich nicht im Lieferumfang, es lässt sich aber jedes andere USB-Ladegerät verwenden, welches man ohnehin meist da hat.

Ladeports und Benutzung

Die Anker PowerCore+ mini hat einen Ausgang zum Laden von anderen Geräten (USB-A) und einen Eingang zum Laden der Powerbank selbst (Micro-USB). Das mitgelieferte Kabel kann an beiden Ports verwendet werden. Zum Nachladen verbindet man das Kabel mit einem Ladegerät und dem Micro-USB-Eingang, zum Laden von anderen Geräten dreht man das Kabel um und verbindet den USB-A-Stecker mit der Powerbank und den Micro-USB-Stecker mit dem zu ladenden Gerät. Für Geräte die einen anderen Stecker benötigen (insbesondere Apple-Geräte) benötigt man natürlich noch ein anderes Kabel.

Um mit dem Laden zu beginnen, drückt man den kleinen Taster an der Oberseite der Powerbank und startet somit den Ladevorgang. Hier gibt es von mir ein wenig Kritik: der Taster ist recht klein und direkt neben dem Anschlusskabel. Das Drücken des Tasters ist daher teils etwas schwierig, von der Seite mit dem Fingernagel. Das ist keinesfalls dramatisch, aber ein etwas größerer Taster an einer anderen Stelle würde deutlich besser funktionieren.

Eine in den Taster integrierte LED zeigt auch den aktuellen Ladezustand der Powerbank an:
grün: 50-100%
gelb: 20-50%
rot: kleiner 20%

Das ist ok, aber nicht optimal. Mir ging es z.B. öfter so, dass ich nicht mehr wusste, was jetzt z.B. gelb bedeutete. Mehr als halb voll? Weniger als halb voll? Eine Ladestandsanzeige mit z.B. 4 LEDs die 25, 50, 75, 100% anzeigen ist da intuitiver.

Während dem Laden signalisiert die gelbe LED den Ladevorgang, wenn dieser abgeschlossen ist, beginnt diese grün zu leuchten.

Kapazität

Anker gibt die Kapazität der PowerCore+ mini mit 3350 mAh an. Dazu muss man wissen, dass dies die interne Kapazität des Akkus bei 3,7V ist. Um die am USB-Port nötigen 5V zu erzeugen, muss der Strom transformiert werden was die Stromstärke und damit die Kapazität reduziert. Gemessen habe ich eine real entnehmbare Kapazität von ca. 2050 mAh. Dieser Wert liegt bei gut 60% der Herstellerangabe und ist aufgrund der Spannungstransformierung und zwangsläufig entstehenden Verlusten völlig in Ordnung.

Als Energiemenge ausgedrückt beträgt die Kapazität rund 10,1 Wh (das entspricht der Ladungsmenge von 2050 mAh multipliziert mit der durchschnittlichen Ausgangsspannung von knapp 5 V). Beim Laden der Powerbank werden dagegen 16,6 Wh eingeladen. Der Wirkungsgrad zwischen Laden und Entladen liegt also nur bei gut 60%. Für die normale Benutzung ist das nicht allzu relevant, aber anderen Powerbanks schaffen hier teils bessere Wirkungsgrade.

Lade- und Entladestrom

Die Höhe des Lade- und Entladestroms ist entscheidend für die Ladezeit der Powerbank und wie schnell damit Geräte geladen werden können. Anker gibt hier sowohl für das Laden als auch das Entladen einen Maximalstrom von 1 A an. Diese Ströme konnte ich in meinem Test weitestgehend bestätigen.

Beim Laden fließt am Eingang ein Strom von bis zu 1 A, durchschnittlich bis zum Erreichen von 75% Ladestand (wo der Ladestrom bei allen Powerbanks deutlich abgesenkt wird), fließt ein Strom von ca. 0,9 A.
Der Eingangsstrom ist ok und sorgt für zufriedenstellende Ladezeiten.

Am Ausgang konnte ein Strom von bis zu 1,15 A messen, solange die Ausgangsspannung über 4,75 V blieb. Der Strom am Ausgang ist gut geeignet für die meisten Smartphones. Für Tablets ist 1 A nur bedingt geeignet, hier wären 2 A Ladestrom sinnvoll. Aufgrund seiner geringen Größe ist die PowerCore+ mini für Tablets aber ohnehin wenig geeignet.

Ladezeit

Bei der Ladezeit einer Powerbank muss man beachten, dass der Ladestrom gegen Ende des Ladevorganges immer weiter abgesenkt wird, um den Akku nicht zu schädigen. Das verlängert natürlich die Ladezeit bis die Powerbank wirkich komplett geladen ist deutlich. Meine Messungen haben ergeben, dass die Anker PowerCore+ mini ca. 3:50 h benötigt, bis sie komplett geladen ist. Auch relevant ist aber die Zeit, bis die Powerbank rund 80% voll ist, der Rest dauert durch den abnehmenden Ladestrom nämlich recht lange. Hierfür habe ich eine Ladezeit von ca. 2:45 h gemessen.

mitgeliefertes Kabel

Das mitgelieferte Kabel bei Powerbanks ist leider manchmal der größte Schrott, weshalb ich dieses immer auf den möglichen Maximalstrom teste. Das hier mitgelieferte USB-Kabel ist in Ordnung: ich konnte die mit einem qualitativ sehr hochwertigem Kabel gemessenen Maximalströme auch mit dem mitgelieferten Kabel messen.

Fazit

Alles in allem ist die Anker PowerCore+ mini eine vernünftige Mini-Powerbank zum günstigen Preis. Mit einem Gewicht von nur 82 g ist sie gut geeignet, um sie immer dabei zu haben. Die Kapazität ist gemessen an der Größe nicht schlecht. Die Herstellerangaben zum Lade- und Entladestrom werden erreicht. Nur der etwas schwer erreichbare Taster und die nicht optimale Restkapazitätsanzeige sind ein kleiner Minuspunkt. Beide sprechen nicht gegen einen Kauf, aber bei anderen Powerbanks ist das besser gelöst.

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Kommentare

  1. Nitschke

    Sehr gute Information! Die Infos auf der Anker-Seite bzw. bei amazon sind allzu dürftig. Der beigefügte schwer lesbare Guide ist irreführend bis unbrauchbar. Erst mit den auf dieser Seite vorliegenden Angaben habe ich kapiert, wie man das Teil zum Laden seines Smartphones verwendet.

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