Was sind Low self-discharge (LSD) Akkus?

Low self-discharge (LSD) Akkus oder im deutschen Sprachraum Akkus mit geringer Selbstentladung, teilweise auch Ready-to-Use (RTU) genannt, sind spezielle Nickel-Metallhydrid-Akkus, die eine besonders geringe Selbstentladung aufweisen.

Herkömmliche NiMH-Akkus sind oft bereits nach wenigen Monaten Lagerung so gut wie leer. Auch wenn sie nicht genutzt werden, entladen sie sich relativ schnell selbst. Beim Einsatz in Geräten, die oft lange Zeit nicht genutzt werden oder sehr wenig Strom verbrauchen, wie z.B. Digitalkameras, Blitzgeräte oder Fernbedienungen, sind solche NiMH-Akkus daher problematisch bis teilweise praktisch nicht einsetzbar. LSD-Akkus sind dagegen, je nach Hersteller und Typ, auch noch nach einem Jahr Lagerung noch zu 70-90% geladen. Das Anwendungsspektrum ist bei solchen Akkus daher nochmals breiter und sie können nicht-aufladbare Batterien in fast allen Bereichen ersetzen.

Ein weiterer Vorteil: durch die geringe Selbstentladung können LSD-Akkus bereits vorgeladen ausgeliefert werden. Nach der Entnahme aus der Packung können diese Akkus also sofort eingesetzt werden, ohne sie zu laden.
Allerdings ist es trotzdem empfehlenswert, LSD-Akkus anfangs einige male in einem Ladegerät vollständig zu laden und zu entladen, um ihre volle Kapazität nutzbar zu machen.

Durch ihre Vorteile setzen sich LSD-Akkus gegenüber herkömmlichen NiMH-Akkus immer mehr durch. Zwar ist ihre Kapazität meist etwas geringer, im Alltag ist die geringe Selbstentladung aber meistens vorzuziehen.

Übersicht und Test von LSD-Akkus

Hier sind Akkus mit geringer Sebstentladung in verschiedenen Baugrößen mit ihren technischen Daten und ggf. Testergebnissen aufgeführt:

weitere Infos: Wikipedia zu LSD NiMH-Akkus


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